Jedes Jahr verschwinden einfach so 13 Millionen Hektar Wald, drei Milliarden Menschen haben keinen Zugang zu sauberem Wasser, schwere Überschwemmungen nehmen seit Jahren zu. Umweltprobleme und Klimawandel sind schon jetzt eine Bedrohung für Menschen in vielen Regionen unserer Erde.
Herausforderungen
Klima
Klimawandel bedeutet nicht nur allmähliche Erwärmung. Werden bestimmte Gefahrenschwellen wie z.B. das Schmelzen des grönländischen Eisschildes oder die Versauerung der Meere überschritten, kann dies abrupte Klimaänderungen zur Folge haben. So haben Wetterextreme wie schwere Niederschläge oder Dürre zugenommen. Ursache für den Klimawandel sind Treibhausgase, die wir durch die Nutzung fossiler Brennstoffe wie Kohle, Erdgas und Erdöl abgeben. Die zweitwichtigste Quelle ist die intensiv betriebene Landwirtschaft.
Ressourcen
2011 fiel der ‘Welterschöpfungstag’ auf Dienstag, den 27. September. Ab diesem Zeitpunkt hatte die Menschheit alle Ressourcen beansprucht, die für dieses Jahr zur Verfügung standen, wenn wir nachhaltig gewirtschaftet hätten. Das ist jedoch nur die halbe Wahrheit: Nur ein Viertel der Weltbevölkerung verbraucht heute drei Viertel aller Ressourcen, die unser Planet zur Verfügung stellt und erzeugt drei Viertel aller Abfälle und Emissionen – für den Import von Erdbeeren im Winter oder die Rodung von Tropenwäldern für Holz und Zellstoff.
Wasser
Wasser ist Leben. Ohne den Kreislauf des Wassers gäbe es kein Leben auf der Erde. 70 Prozent der Oberfläche der Erde sind mit Wasser bedeckt. Die Weltmeere sind das größte zusammenhängende Ökosystem der Erde. Sie sind Nahrungsquelle, Lunge, Wärmepumpe und Klimaanlage. Sie sind gefährdet durch Schadstoffeinleitungen, Plastikmüll, Ausbeutung von Rohstoffen, Schiffsverkehr und Fischerei. Auch unser Süßwasser – und damit Trinkwasser – ist in Gefahr durch Verschmutzung und Verschwendung. So haben über drei Milliarden Menschen keinen Zugang zu sauberem Wasser.
Artenvielfalt
Die biologische Vielfalt ist Teil der natürlichen Ressourcen der Erde. Ohne die Natur, die Vielfalt ihrer Arten und die Leistungsfähigkeit des Naturhaushaltes gäbe es keine Menschen auf der Erde. Ohne die Photosynthese der Pflanzen hätten wir keinen Sauerstoff zum Atmen. Ohne Pflanzen und Tiere hätten wir nichts zu essen. Doch Klimawandel, Zerstörung von Lebensräumen, Überfischung und Waldrodung bedrohen diese Vielfalt. So sind fast die Hälfte der ursprünglich auf der Erde vorhandenen Wälder schon verschwunden und jedes Jahr werden weitere 13 Millionen Hektar Wald zerstört.
